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Hochsensible Menschen und ihre Träume

Jeder Mensch träumt. Auch wenn so mancher vielleicht behauptet, dass er nicht träumt, so liegt das lediglich an der fehlenden Traumerinnerung, denn geträumt wird ganz sicher. Eine Gruppe von Menschen, der man nachsagt besonders viel zu träumen und besonders intensiv zu träumen, sind hochsensible Menschen. „Hochsensibel?“, werden Sie vielleicht fragen, „Was soll denn das sein und was kann ich mir darunter vorstellen?“. „Sind wir nicht alle sensibel?“.

Ja und Nein. Eine Gruppe von Menschen, wissenschaftlichen Forschungen zufolge ca. 15 -20 Prozent aller Menschen, sind besonders sensibel. Sensible im Sinne von besonders sensitiv.


Was ist Hochsensibilität bzw. Hochsensitivität

Das Konzept „Hochsensibilität“ geht auf die US-Psychologin Elaine N. Aron zurück, die in den 1990er Jahren diesen Begriff prägte. Ihre Forschungen stützen sich auf Arbeiten von Carl Gustav Jung, Thomas & Chess, Iwan Pawlow und noch viele weitere Wissenschaftler und Autoren, die dieses Konzept bereits davor unter anderen Gesichtspunkten erforschten. Heute handelt es sich beim Begriff Hochsensibilität zwar noch um ein wissenschaftlich sehr umstrittenes Konzept, da dieses voranging empirische Untersuchungen zur Grundlage hat, allerdings geht auch die Wissenschaft, je populärer das Thema wird, immer mehr dazu über der Sache noch genauer auf den Grund zu gehen: Und tatsächlich, neueste Untersuchungen und MRT Scans scheinen zu belegen, was Aron und Vorgänger schon immer behauptet haben, nämlich dass das Gehirn von hochsensiblen Menschen „anders“ funktioniert.


Das Gehirn von hochsensiblen bzw. hochsensitiven Menschen verfügt über eine geringer ausgeprägte Filterfunktion. Das wiederum hat zur Folge, dass wesentlich mehr Reize „durchgelassen“ werden und damit auch verarbeitet werden müssen (demnach wäre auch der Begriff hochsensitiv passender, hochsensible hat sich im deutschsprachigen Raum allerdings durchgesetzt). Damit verbunden ist einerseits eine besonders genaue – teils unbewusste – Wahrnehmung, andererseits aber auch die permanente Gefahr der Überlastung durch Reizüberflutung.

Ob Sie auch hochsensible sind, darauf gibt es keine einfach Antwort und das müssen Sie mit Sicherheit selber herausfinden. Dazu gibt es mittlerweile einige empirische Tests, die Sie machen können, wie zum Beispiel diesen hier oder den Test von Aron.


Hochsensible Menschen und ihre Träume

Hochsensible Menschen träumen viel, in der Regel sehr viel. Die Träume sind sehr detailliert, intensiv und bildreich. Warum das so ist, darüber kann nur gemutmaßt werden, aber ein Ansatz liegt darin, dass in den Träumen die Vielzahl der tagsüber aufgenommenen Reize verarbeitet und in ein großes Ganzes eingeordnet werden müssen, wie bei jedem anderen Menschen auch. Aufgrund der Vielzahl der Informationen ist dazu aber ein intensiveres Traumerlebnis notwendig.

Hinzu kommt, dass hochsensible Menschen deutlich anfälliger für Schlafstörungen sind, weil sie durch die Übererregung des Nervensystems Probleme haben sich zu entspannen und loszulassen, was sich wiederum auch auf die Träume auswirkt. Wichtig in diesem Zusammenhang sind auch Albträume, die die Schlafstörungen bzw. auch die Angst vor dem Einschlafen verstärken können.

Hochsensible Menschen berichten auch besonders oft von luziden Träumen und Klarträumen. Mehr dazu finden Sie hier oder auch im Klartraumforum.


Was soll ich mit meinen Träumen machen

Träume erfüllen eine wichtige Funktion und es kann sehr erfüllend und hilfreich sein, sich damit näher zu befassen. Das gilt besonders für hochsensible Menschen. Eine Möglichkeit ist, sich ein Traumtagebuch anzulegen. Mehr dazu finden Sie in diesem Artikel: Das Traumtagebuch. In diesem Zusammenhang kann es auch sehr interessant sein, sich näher mit Tarotkarten, deren Symbolik und der Bedeutung zu beschäftigen. In Kombination mit einem Traumtagebuch können diese einen Selbsterkenntnisprozess noch wesentlich beschleunigen und katalysieren.